Kreativplatz wählen – Money decides where you work

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(English version below)

Ob Du daheim ein Plätzchen für Nähmaschine und Zuschnitt findest oder Dir gleich ein eigenes Atelier mit großzügigem Raumangebot anmietest entscheidet Dein Geldbeutel. Zuhause hast Du keine weiteren Kosten für Miete, Strom und Heizung und die Kaution bereits bezahlt. Allerdings hast Du eventuell MitbewohnerInnen, die Dich locker mehrfach am Tag von der Arbeit abhalten können (sie werden es tun!!!). Also: Für diesen Fall musst Du gleich Spielregeln aufstellen, sonst verbringst Du die meiste Zeit mit Kaffeetrinken und Plauschen.

Ein eigenes Atelier, vielleicht so gar eigene Ladenräume sind sicherlich äußert vorteilhaft. Du kannst wie in einer Produzentengalerie Deine Stücke auch zum Verkauf anbieten, hast die Möglichkeit MitarbeiterInnen einzustellen etc. Allerdings: Ob dies gleich zu Beginn rentabel ist, wage ich zu bezweifeln. Also: Gut rechnen, denken und dann entscheiden.

Übrigens: bei mir kommen die Geschäftsräume später! Auch wenn ich daheim nicht wirklich viel Platz habe und schon gar nicht gerne aufräume wie Du im Foto oben sehen kannst.

(English version)

Your decision ist where you will start your own label. O.K.: It´s not really your own decision, because it depends on your financial possibilities. You start working at home? Then you will not have the second rent for a business-loft or your shop. Electricity and heating is already paid.

Everything alright within this version? Not absolutely in the case you live together with other peoples (friend/husband/wife/girlfriend…). Depending on the size and the number of rooms your apartement has the possibility of  disorders increases: The smaller your appartement is the less you can isolate you for concentration and focussed work. The only solution in that case is: You have to create the rules of the „game“. Put a pretty sign (maybe in pink) „Do not disturb“ at your door and gripe in case of violations.

My plan ist to start at home, watch the development and check for business premises later. Sure: Then I have enough products.

Wohin geht die Reise? North, South, East, West: Which way is the best?

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(English version below)

Über Taschen und deren Herstellung hatte ich bereits eine Menge gelernt und gelesen. Doch jetzt war es an der Zeit festzulegen, was mein Label eigentlich herstellen will und wie Produktion, Einkauf, Vertrieb, Marketing und Firmierung eigentlich aufgestellt sein sollen.  Außerdem fehlte noch ein Name für das Label, ein Logo, eine Internetadresse, Geschäftspapiere und eine Menge anderer Dinge, von denen ich anfangs noch gar nichts wusste. Zum Beispiel, dass mein Label unbedingt so etwas wie eine Seele brauchte. Gewissermaßen ein philosophisches Fundament.

Alle organisatorischen und rechtlichen Belange lasse ich an dieser Stelle gerne einmal Abseits liegen. Ich möchte mich zuerst gerne auf das „Was“ konzentrieren. Damals war meine erste Idee (die auch lange anhielt): Ich werde Taschen aus ausgemusterten Segeln von Yachten und Surfboards herstellen. Diese sollen mit Verzierungen aus dem Wassersportbereich versehen sein. Dazu sollte es Accessoires auch aus Segeln geben. einige Zeit später fiel mir auf, dass das Wichtigste an diesem Plan war ausgemusterte Ware zu verwenden und so nachhaltig produzieren zu können. Recyceltem Material wollte ich eine neue Verwendung geben. Diese Idee führte mich allerdings so weit, dass ich mich nicht nur auf Segel reduzieren mochte. Schließlich gab es ja unheimlich viele reizvolle Materialien gab/gibt, die zu verwenden sind.

Folglich stand fest: Das ursprüngliche Konzept wurde erweitert. Aus Alt mach Neu war jetzt der Plan. Nach dem Studieren von vielen Modemagazinen wurde ich auf den Ethnostyle aufmerksam. Dieser führte mich gedanklich zurück in meine „High-School-Zeit“. Damals war Batiken total in. Ich verschönerte Taschen, Schals, Tücher, Blusen und Hemden. Sogar meine Mutter trug ein Halstuch von mir. Damals fand ich´s Klasse – heute immer noch. Und prompt stand meine zweite Linie fest: Nach japanischer Art gebatikte Bekleidung, Accessoires und Schmuck sollten es sein. Dies alles musste aber aus recyceltem gebrauchten Material entstehen. Zusammengefasst kam ich zu folgendem Reiseziel: Mein Label wird ausschließlich Unikate herstellen – egal ob Tasche oder Bekleidung und Schmuck. dass das Auswirkungen auf den Vertrieb haben sollte, war mir völlig klar. Aber dafür wollte ich unbedingt ökologisch nachhaltig produzieren. Ich wusste damals an dieser Stelle ganz genau: Das sind Teile der Seele meines Labels.

(English version)

I´ve learnt and read a lot about bags. But it was the time to fix what my label should produce and how I could organise production, marketing, sales and so on. A name and a logo was missing, a domainname too, a design for business-letters an many things I did not know about at that time.

For example that I needed a kind of „soul“ for my label – an ethic basement. Belongs of organisation, administration and justice have to wait a little bit at that time. I wanted to concentrate myself first at the „What will I produce?“. Times ago my first idea was to produce bags out of used sails of ships and surfboards. These bags should have a decoration with designs out of water-sports. Weeks later I remarked, that the best part of my first idea was to use recycled materials. Make new things out of used old things!

Beside of sails our world has so many products which could be interesting for fashion-design. So I corrected may first plan in this manner. And now came the next step: After studying fashion magazines I saw fashion in ethno-style. This guided me in my thoughts back to my high-school-time. At that time it was trendy to change clothes by tie-dyeing. I modified bags, scarfs, blouses, shirts and neckties. Even my own mother weared a necktied made by me. In those days it was super for me – and I find it actually today always super.

So I have found my second line for the label: Changing textiles an clothes by tie-dyeing to produce accessories and picture-perfect jewelry out of textiles. Finally I have found my way and direction: My label will produce unique products. And these products would be be ecologically sustainable. This was part of the soul of my label.

Jede Menge Taschen-Bücher… I am nosy for bags

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(English version below)

Wissen musste her, das wusste ich sowieso. Es erschien mir zwar prima, wenn ich mir eigene Designs für Taschen ausdenken kann, allerdings sollte ich ganz sicher die bestehenden Techniken erlernen und kennen. Also: Bücher bestellt, Bücher gelesen und viele Sachen ausprobiert. Das waren meine nächsten Schritte. Besonders geholfen hat mir bei meinen Recherchen folgendes Buch:

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Diese Veröffentlichung enthält keine Nähanleitungen, sondern ist eher so eine Art Bibel für Taschendesigner. Alle nur erdenklichen Taschen aller Art zu vielen Verwendungszwecken sind hier zeichnerisch aufgelistet. Diese Vielfalt und Übersicht bringt mich einfach auf tolle eigene Ideen.

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Und das ist es doch, worum es geht. Jeder, der Mode macht, muss eigene Ideen auf den Markt und buchstäblich an den Menschen bringen. Sonst verhungert er. Doch bevor ich mich mit diesen Dingen weiter beschäftigt habe, stand eine Grundsatzdebatte an. Was will ich eigentlich? Und was kennzeichnet mein Label? Die Antworten auf diese Fragen kommen im nächsten Beitrag.

(English version)

I have to learn o lot. I am quite proud that I´m able to create new designs for bags and other products. But to know lots of existing techniques is absolutely necessary. By the way: I ordered many books about sewing bags and I´ve read them. The highlight of all my books is the following publication:

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This is not a How-To-Book. It´s more a kind of a bible for bag-designers. It contains hundreds of drawings of bags of nearly all kinds. This plurality kicks my imagination and delivers new ideas. These 29€ were a good investment.

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Creating new products: That is the real thing in case of fashion. Everyone who works as a creative in the world of fashion has to do that. Otherwise he will fail. I had to make a cut in this diskussion. It was very important for me an my label to create a kind of philosophic basement of all: What do I want? Why is my label very special and unique? and so on… These questions will be answered in the next articles.

Mode-Label gründen: Mit meinem Teddy fing alles an… Establishing my fashion-label: It all started because of a teddy

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(English version below)

Eines Tages war es soweit: Mein Teddy Mr. Brown wollte unbedingt eine Tasche. Nicht zum Einkaufen, sondern um seinen kleinen Freund mit sich herumtragen zu können. Folglich war ich brav und nähte ihm aus gebrauchten Einkaufstaschen zwei Einkaufsbeutel in seinem Maßstab. Das war vor vielleicht zwei oder drei Monaten.

Wer schon jetzt meint, ich spinne, muss wissen, dass ich eifrig Teddys sammle und Konversationen mit denen für mich gänzlich normal sind.

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Aus heutiger Sicht habe ich Mr. Brown sehr viel zu verdanken.

  1. Es bereitete mir eine große Freude für seine Taschen die Schnitte auszudenken.
  2. Als beide Taschen fertig waren, wollte ich weitere schneidern, weil mir so viele Formate und Designs einfielen.
  3. Ich nähe gerne mit der Hand und auch mit der Maschine. Bei Taschen brauche ich beides.
  4. Wegen Teddy habe ich mir so gut wie alle relevanten Bücher über Taschen und deren Herstellung gekauft.
  5. Ich habe sie auch gelesen.
  6. Dann stand fest: Ich gründe im Nebenberuf mein eigenes Label zur Herstellung von Taschen, Oberteilen und Accessoires.

Nun besitze ich den Willen allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs mitzuteilen wie ich das gemacht habe, welche Schritte ich unternehmen musste, wo es Schwierigkeiten gab und über welche Erfolge ich mich freuen konnte.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch

Michael Felske

P.S.: Da ich hauptberuflich in einer anderen Branche bin, werde ich sonntags an diesem Blog arbeiten. Also: Bitte nicht böse sein, wenn nicht jeden Tag ein neuer Beitrag erscheint.

(English version)

One day my teddybear begged me to sew a bag for him. He didn´t want a bag for shopping. He liked to carry his little friend with this bag. The following day I was a good father of my teddy and sewed two bags for him. This had happened two or three months ago.

I am not crazy but for me as a collector and creator of teddybears it is quite normal to talk with them. In reality it was my idea to sew bags for him.

When I make a review I have to say that I must say „Thank you“ to my Teddy named Mr. Brown.

  1. For me it was a great pleasure to design the sewing-patterns and to sew the bags.
  2. When I had finished, I remarked that I want to create more because of the lot of ideas running through my brain.
  3. I like to sew by hand and with the machine also. While producing bags I need both techniques.
  4. Because of Mr. Brown I´ve read a lot of books about designing bags. Actually I have not only a big collection of teddybears – I´ve a collection of books about bags too.
  5. I´ve read them all!
  6. After gaining lots of knowledge while studying my literature my decision was fixed: I want to found my own fashion-label to design and produce Bags, blouses and accessories besides my main profession (sociologist).

My plan is to use this blog to tell stories how I made that, which steps were important, which difficulties made me crazy and last but not least I want you to make party while reading my successes. That´s it.

Have fun while reading! Kindly yours

Michael Felske

P.S.: On sundays I have time to type new posts here. In reality I am lots of steps foreward in developping my label in opposite what is written here. Not producing state of the art within this blog is my problem of time. You know: My sewing-machine begs me too…